Richtiges Seo für Amazon, Marktplatz-Optimierungen (MPO)

Anders als bei den Suchmaschinen interessiert sich Amazon ausschließlich für Sales. Zwar ist Amazon selbst auch eine Suchmaschine, aber im Gegensatz zu Google und Co. will Amazon keine Werbung verkaufen oder Websites umfangreich auswerten, sondern Sales generieren. Da Amazon auf seine Händler angewiesen ist, werden die bevorzugt, die am meisten verkaufen. Je dichter der Markt ist umso schwieriger ist es für einen Amazon-Händler erfolgreich zu verkaufen

Was für Goolge und Co. in Bezug auf SEO funktioniert, hat für einen Amazon-Händler absolut keinen Wert. Hier zählt nur, wer viel verkauft rankt immer weit oben. On- oder Off-Page gibt es im klassischen Sinne wenig bei einem Amazon-Shop zu beeinflussen. Man kann diesen zwar von außen mit Signalen versorgen, ob das aber die Sales nach oben treibt, hängt von der Zielgruppe ab, die diese Signale sieht.

Allein 10 000 Tweets bringen einem Amazon-Shop rein gar nichts. Während eine Website oder ein privater Online-Shop von solchen Signalen profitieren, jedenfalls aus Sicht einiger Seo-Metriken, verpuffen solche Signale für einen Amazon-Shop total.

Die Amazon-Plattform ist eine Welt für sich, wo entsprechend eigene Gesetze gelten.

In Bezug auf die Optimierung eines Amazon-Händler-Shops/ -Accounts, nenne ich die Maßnahmen, welche die Sales ankurbeln sollten, „Amazon-In-Page-Optimierung“. In-Page bezieht sich nicht auf technische Faktoren (wie im klassischen SEO das On-Page) sondern ausschließlich auf die Präsentation der Produkte und was am wichtigsten ist, auf die Produktbezeichnung. Die Bezeichnung des Produktes hat bei Amazon die höchste Priorität. Ein kleiner Händler kann mehr verkaufen als eine Warenhauskette, wenn seine Produkte die Bezeichnungen haben, nach denen auch gesucht wird.

Der Großteil der Käufer (ca. 85%  | Trend steigend) von Amazon, betreten die Website direkt und verwenden dann die Amazon-interne Suche. Die anderen 15% kommen über Preisvergleicher, Partnerprogramme und über Werbung, die Amazon in eigenen Werbenetzwerken schaltet. Diese Werbung erscheint auf vielen Websites im Internet. Daraus wird ersichtlich, dass sich der Amazon-Händler hauptsächlich auf das In-Page seiner Produktseite, direkt auf Amazon konzentrieren sollte.

Wer sehr spezielle Nischen-Produkte verkauft, muss sich wenig Sorgen machen. Er wird seine Waren verkaufen können. Anders sieht es bei Massenware aus. Hier kämpfen tausende Händler um die beste Position. Bei Amazon ist es jedoch anders als bei Google möglich, auch noch auf Platz 50 oder 100 im Ranking seine Waren zu verkaufen. Wer bei Google nicht auf den ersten 5 Seiten zu finden ist, findet praktisch gar nicht statt. Da bei Amazon jedoch nur potentielle Käufer aufschlagen, mit der Absicht wirklich etwas zu kaufen, bringen diese naturgemäß sehr viel mehr Zeit mit und sehen sich z.B. mehrere hundert Produkt-Seiten an, bevor sie einen Kauf tätigen. Sie sind von Hause aus darauf eingestellt, sich viele Produktlisten anzusehen.

Also die große Frage lautet: Wie sieht das optimale MPO für Amazon aus?

Hier müssen wir berücksichtigen, dass erfahrene Kunden auf die vielfältigen Filterfunktionen, die Amazon bereitstellt zurückgreifen.

Hier zählen primär:

  • Marke
  • Preis
  • Bewertung

zu den wichtigsten Filtern.

Neben diesen Filtern hat der Amazon-Händler nur seine eigen Produkt-Präsentation, die er im Auge behalten muss. Er hat keine andere Möglichkeit, als sich durch eine perfekte Benennung und Beschreibung seiner Produkte dem Suchergebnis zu nähern.

Der Suchmaschine von Amazon ist es egal, erfolgt eine Suche ohne Filter, wird sie das Produkt als Ergebnis ausliefern, welches der Anfrage am ehesten entspricht. Wir erinnern uns: Amazon will Sales. Alles andere ist vollkommen irrelevant!

So gesehen, besteht die MPO ausschließlich aus der korrekten Betitelung und Beschreibung der Produkte. Es macht hier also Sinn, die Produkte sehr individuell und vor allem nicht zu kurz zu beschreiben.

Neben diesen einfachen Faktoren, müssen das Produkt und der Händler an einer guten Reputation arbeiten. Ein Produkt mit nur einem Stern, hat wenig Chancen verkauft zu werden. Es ist wie überall im Leben, eine negative Reaktion erregt mehr Aufsehen als 10 Positive. Haken Sie bei allen Kunden nach, um eine positive Bewertung zu bekommen.

Oftmals versucht der Wettbewerb mit schlechten Bewertungen anderen das Leben schwer zu machen. Auf Amazon ist dieses Problem sehr massiv und der Konzern scheint hier auch keinen Handlungsbedarf zu sehen. Dagegen kann man sehr wenig tun, weil Amazon eben auch nicht verifizierte Käufe bzw. Rezensionen zulässt. Ggf. muss man Freunde und Bekannte dann bitten, eine positive Bewertung dagegen zu halten. Das ist zwar auch nicht seriös, aber der Zweckt heiligt auch hier die Mittel.

Wenn in Ihrer Branche jemand sehr viel verkauft und Sie, mit denselben Produkten fast nichts, dann sehen Sie sich die Produktbeschreibungen des Wettbewerbs genau an und versuchen Sie ähnliche Begriffe zu verwenden, aber bitte niemals etwas kopieren! Der Amazon-Algorithmus stuft Plagiatoren gnadenlos ins Nirvana.

Verkauft jemand ein „Kleid mit Blumen“ sehr erfolgreich und sie verkaufen genau das gleiche Kleid, dann nennen Sie Ihr Produkt z.B. „Schönes Kleid mit Blumenmuster“. In dieser Weise kann man sich dem natürlich Verhalten der Suchenden annähern.

Seien Sie so viel wie möglich einzigartig, kreativ und verwenden Sie auch mal eine Formulierung, die man sonst nirgends findet. Unique Texte gewinnen am Ende häufig.

Weitere Tipps für eine gute MPO folgen.